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	<title>Alpha1 &amp; die Lunge Archives - Ihr Online Portal für Mitglieder und Interessierte</title>
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	<title>Alpha1 &amp; die Lunge Archives - Ihr Online Portal für Mitglieder und Interessierte</title>
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	<item>
		<title>Neue Leitlinie zur Nachsorge nach Lungentransplantation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[A1D-WebRedaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2026 16:10:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpha1 & die Lunge]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrundwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Transplantation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Leitlinie zur Nachsorge nach Lungentransplantation Mehr Sicherheit und klare Empfehlungen für Patientinnen und Patienten Für Menschen nach einer Lungentransplantation ist eine gute und regelmäßige Nachsorge entscheidend. Um Ärztinnen und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1 style="font-weight: 400;"><span style="color: #004267;"><strong>Neue Leitlinie zur Nachsorge nach Lungentransplantation</strong></span></h1>
<h2 style="font-weight: 400;"><span style="color: #004267;"><strong>Mehr Sicherheit und klare Empfehlungen für Patientinnen und Patienten</strong></span></h2>
<p style="font-weight: 400;">Für Menschen nach einer Lungentransplantation ist eine gute und regelmäßige Nachsorge entscheidend. Um Ärztinnen und Ärzte dabei bestmöglich zu unterstützen, wurde im November 2025 erstmals weltweit eine sogenannte <strong>S3-Leitlinie zur Nachsorge bei erwachsenen Lungentransplantierten</strong> veröffentlicht.</p>
<p style="font-weight: 400;">Diese Leitlinie wurde unter Federführung der <strong>Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)</strong>gemeinsam mit weiteren Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erarbeitet. Sie fasst den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zusammen und gibt klare Empfehlungen, wie die medizinische Betreuung nach einer Lungentransplantation aussehen sollte.</p>
<p style="font-weight: 400;">Im Mittelpunkt steht ein <strong>strukturierter Nachsorgeplan</strong>. Darin wird beschrieben,</p>
<ul style="font-weight: 400;">
<li>welche Untersuchungen nach der Transplantation wichtig sind,</li>
<li>wie oft Kontrollen stattfinden sollten (z. B. engmaschig in der ersten Zeit, später in größeren Abständen),</li>
<li>und wie mögliche Komplikationen frühzeitig erkannt werden können.</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Ziel der Leitlinie ist es, die <strong>Langzeitgesundheit und Lebensqualität</strong> von lungentransplantierten Patientinnen und Patienten zu verbessern und eine möglichst einheitliche, hochwertige Versorgung sicherzustellen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Zur Pressemitteilung der DGP:</strong><br />
<a href="https://pneumologie.de/aktuelles-service/presse/pressemitteilungen/weltpremiere-erste-s3-leitlinie-zur-nachsorge-bei-lungentransplantation-bietet-klare-orientierung-fuer-fachaerztinnen-und-aerzte">Weltpremiere: Erste S3-Leitlinie zur Nachsorge bei Lungentransplantation</a></p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Zur Leitlinie (Langfassung):</strong><br />
<a href="https://328508.seu2.cleverreach.com/c/112905653/1c616b9eaa5-t6qq58">› S3-Leitlinie DACH-Leitlinie: Nachsorge von Erwachsenen nach Lungentransplantation im AWMF-Leitlinienregister öffnen</a></p>
<p style="font-weight: 400;">03.01.2026</p>
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		<title>Lippenbremse mit Lust &#8230;</title>
		<link>https://alpha1-deutschland.org/lippenbremse-mit-lust</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Alpha1 Deutschland e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2023 08:27:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpha1 & die Lunge]]></category>
		<category><![CDATA[Alpha1-Journal]]></category>
		<category><![CDATA[Lungensport]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://alpha1-deutschland.org/?p=6462</guid>

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</div>
<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
	<p style="font-weight: 400;"><strong>Monika Tempel, so erschienen im <a href="https://alpha1-deutschland.org/alpha1-journal">Alpha1-Journal 1/2023</a>.</strong></p>
</div>



<div class="divider-wrap" data-alignment="default"><div style="margin-top: 25px; height: 5px; margin-bottom: 25px;" data-width="100%" data-animate="" data-animation-delay="" data-color="default" class="divider-border"></div></div>
<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
	<p>Eigentlich ist es so einfach, ein idealer Patient zu sein: In der Leitlinie nachlesen, was bei einer Erkrankung nachweislich wirksam ist, die Empfehlungen zum Selbstmanagement umsetzen, dadurch den Krankheitsverlauf selbstverantwortlich positiv beeinflussen und das Wohlbefinden steigern. Doch leider ist das meist leichter gesagt als getan und klingt so oft nach „Schweiß und Tränen“…</p>
<h2><span style="color: #004267;">Was die Leitlinie empfiehlt </span></h2>
<p>Die bedeutendste Manifestation bei homozygoten Alpha-1- Patienten ist eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Es ist also naheliegend, sich als Alpha-1-Betroffener mit den Empfehlungen der Nationalen Versorgungs- Leitlinie COPD (NVL COPD 2021) auseinanderzusetzen [1].</p>
<p>Dort findet man im Kapitel Nicht-medikamentöse Therapien unter anderem folgende starke Positiv-Empfehlungen:</p>
<ul>
<li>Atemphysiotherapie</li>
<li>körperliche Aktivität</li>
<li>psychosoziale Interventionen</li>
</ul>
<p>Steigt man bei diesen Empfehlungen in die Tiefe, so stößt man auf nachweislich hilfreiche Interventionen. Leider klingen die zahlreichen Hinweise zur praktischen Umsetzung meist technisch und anstrengend.</p>
<p>Die folgenden Ausführungen sollen Wege aufzeigen, wie diese Empfehlungen spielerisch und dennoch effektiv umgesetzt werden können. Dazu stelle ich für die evidenzbasierten Positiv-Empfehlungen der NVL COPD jeweils ein nachweislich wirksames Angebot aus der Welt der Kreativen Therapie vor.</p>
<p>Bist Du dafür offen und bereit? Denn Offenheit und Bereitschaft sind die Grundvoraussetzungen für den ersten Schritt zum Engagement.</p>
</div>




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		</div>
	</div> 
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	<h2><span style="color: #004267;">Lippenbremse mit Lust</span></h2>
<p>Unter dem Punkt Atemphysiotherapie rät die NVL COPD zu Selbsthilfetechniken wie der dosierten Lippenbremse und atmungserleichternden Körperstellungen.</p>
<p>Genau diese Selbsthilfetechniken kann man effektiv, dauerhaft und lustvoll zugleich in die Praxis umsetzen, mit Programmen wie beispielsweise Singen für die Lunge (SLH = Singing for Lung Health) oder in einem Chor der Atemlosen.</p>
<h2><span style="color: #004267;">Was zum Thema Singen für die Lunge wissenschaftlich nachgewiesen ist [2, 3]:</span></h2>
<ul>
<li>Singen verbessert die Lebensqualität (körperliche Komponente im Fragebogen SF-36) und die Funktion der Atemmuskulatur</li>
<li>Eine aktuelle Studie weist zudem positive Effekte eines 10-Wochen-SLH-Programms auf die 6-Minuten-Gehstrecke nach</li>
<li>Außerdem bestätigen die Chormitglieder, dass sie die Teilnahme am SLH-Programm als angenehme Freizeitbeschäftigung empfinden</li>
<li>Es werden keine unangenehmen Nebenwirkungen berichtet</li>
<li>Eine geringe Abbruchrate (nur etwa ein Fünftel) spricht für eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit der Teilnehmer</li>
</ul>
<p>Impuls für die Praxis: Wäre es angesichts dieser nachgewiesenen positiven Effekte nicht eine reizvolle Vorstellung, als Alpha-1-Patient Ausschau nach einem Chor der Atemlosen zu halten oder mit anderen Betroffenen eine Gruppe Singen für die Lunge zu gründen?</p>
<h2><span style="color: #004267;">Auf´s Parkett für mehr Puste </span></h2>
<p>Körperliches Training wird in der Nationalen Versorgungs- Leitlinie COPD als erste nicht-medikamentöse Maßnahme empfohlen. Erfreulicherweise berücksichtigt die NVL COPD bei ihrer Empfehlung, dass es häufig Hemmungen und Ängste bei Patienten gibt, die diese davon abhalten, körperliche Aktivität in den Alltag einzubauen. Diese Barrieren „sollen aktiv angesprochen und gegebenenfalls Lösungsansätze gesucht werden“.</p>
<p>Eine mögliche Anregung zu einer individuell passenden körperlichen Aktivität und ein entsprechender attraktiver Lösungsansatz könnte beispielsweise ein spielerisches Angebot wie kreativer Tanz sein (etwa im Rahmen einer Pneumologischen Rehabilitation).</p>
<p>Welche Vorteile bietet ein Bewegungs-Programm in Kombination mit kreativem Tanz (PT+KT) gegenüber einer Standard-Physiotherapie (PT)?</p>
<p>Eine aktuelle randomisiert kontrollierte Studie [4] weist erstaunliche Ergebnisse nach:</p>
<ul>
<li>Ein Bewegungs-Programm in Kombination mit Kreativem Tanz (PT+KT) verbessert nicht nur die Lungenfunktion und die periphere Muskelkraft, sondern auch die Stabilität der Körperhaltung und das Gleichgewichtsgefühl.</li>
<li>Außerdem sind die Verbesserungen der körperlichen Leistungsfähigkeit (6-Minuten-Gehtest), der kognitiven Leistungsfähigkeit (MoCA-Score) und im CAT (COPD Assessment Test) in der PT+KT-Gruppe ausgeprägter als in der Standard-Physiotherapie-Gruppe.</li>
<li>Die Tatsache, dass kein Teilnehmer das achtwöchige Bewegungs- plus Tanz-Programm abgebrochen hat, werten die Autoren als Zeichen für eine hohe Motivierungskraft und für Freude und Spaß an dieser Form des körperlichen Trainings.</li>
</ul>
<p>Bereits 2019 empfahl ein Forscherteam [5] aufgrund der verheißungsvollen Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zum kreativen Tanz für COPD-Patienten: „Let´s Boogie!“</p>
<p>Impuls für die Praxis: Gibt es jetzt eigentlich noch Argumente gegen ein Tänzchen?</p>
<p>(Ganz nebenbei: Wie mir berichtet wurde, war der Alpha- 1-Jubiläums-Infotag 2023 quasi eine direkte Antwort auf meine rhetorische Frage: Es wurde wohl getanzt, bis das Parkett bebte! Schade, dass ich nicht mitrocken konnte.)</p>
</div>




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	<p>Sidney De Haan Research Center for Arts and Health</p>
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	<p>Hospitalnews.com</p>
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	<h2><span style="color: #004267;">Leben, schreiben, atmen! </span></h2>
<p>Was hat Therapeutisches Schreiben mit der NVL COPD zu tun? Unter dem Punkt psychosoziale Interventionen wird die sogenannte Bibliotherapie (Therapeutisches Lesen und Schreiben) zwar nicht ausdrücklich erwähnt; es wird aber auf die positiven Auswirkungen von psychologischen Verfahren bei depressiven Symptomen und Ängsten als COPD-Begleiterkrankungen verwiesen.</p>
<p>Da gerade Ängste und Depressionen bei COPD-Patienten häufig auftreten und sich auf den Krankheitsverlauf und die Prognose auswirken, ist die Bedeutung von psychologischen Angeboten offensichtlich.</p>
<p>Bei ausgeprägter psychischer Begleiterkrankung sind natürlich spezielle therapeutische Maßnahmen notwendig (Fach-Psychotherapie, Psychosomatik, Psychiatrie). Die NVL COPD verweist jedoch darauf, daß oft bereits niedrigschwellige psychosoziale Interventionen ausreichen (z. B. verbale Interventionen, Entspannungsverfahren, Stressbewältigungstechniken).</p>
<p>Ein wirksames Angebot aus dem Bereich niedrigschwellige Psychosoziale Interventionen stellt das Therapeutische Schreiben dar.</p>
<p>Bereits 1999 wurde in einer randomisierten Interventions- Studie der positive Effekt des Therapeutischen Schreibens auf die Lungenfunktion bei stressbelasteten Asthma-Patienten nachgewiesen [6].</p>
<p>Im Projekt Leben des Atems (Life of Breath, 2015 bis 2020) arbeiteten Elspeth Penny und Alice Malpass mit einem Brief an den Atem. Bei den Teilnehmern des Gruppenprogramms zeigten sich erstaunlich positive Auswirkungen auf die körperliche und psychische Lebensqualität [7].</p>
<p>Die Methode des Briefschreibens habe ich als Selbsthilfe- Angebot leicht abgewandelt und im Alpha-1-Journal 2022/2 vorgestellt.</p>
<p>Ob als Motivationshelfer bei allgemeiner Antriebslosigkeit, als Distraktor (Ablenker) bei Ängsten oder als Beruhiger zum Stressabbau: Therapeutisches (Brief)-Schreiben ist eine wirkungsvolle Methode – wenn Du Dich darauf einlässt…</p>
<p>Leo E. Kröll, Alpha-1-Betroffener, hat sich auf die Methode eingelassen und einen beeindruckenden Brief an eine Person der Geschichte verfasst:</p>
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	<p>Liebe, sehr geehrte Frau Roosevelt,</p>
<p>Sie sollen gesagt haben „Mach jeden Tag eine Sache, die dir Angst macht“.</p>
<p>Wenn ich mir Ihr Leben so betrachte, dann hat es vermutlich einige Dinge gegeben, die Ihnen Angst gemacht haben und die Sie trotzdem oder gerade deshalb angegangen sind. Ob hierin das Geheimnis Ihres erfüllten, interessanten und abwechslungsreichen Lebens lag, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ich könnte es mir sehr gut vorstellen.</p>
<p>Erlauben Sie mir diesen Wahlspruch etwas abzuändern, weil ich damit einen wesentlichen Teil meines Lebens gestaltet habe und noch gestalte: „Mach jeden Tag eine Sache, die dir unangenehm oder lästig ist“.</p>
<p>Damit bin ich bisher gut gefahren. Beim Öffnen der Augen am Morgen, beim Start in den beruflichen Alltag oder bei privaten oder beruflichen Treffen habe ich immer versucht, zuerst die Dinge anzugehen, die mir lästig oder unangenehm erschienen.</p>
<p>Denn dann waren sie vom Tisch, sie drückten mir nicht mehr auf die Seele und ich konnte und kann befreit und mit Kraft an die übrigen Aufgaben gehen.</p>
<p>Dieses Tagesmotto ergänze ich durch die Einstellung „Was gemacht ist, ist gemacht“.</p>
<p>Hinausschieben und Weglegen erledigen keine Aufgabe und der Berg der unerledigten Dinge, die zu erledigen sind, wächst und wächst. Daher, auf den Stapel der täglichen Aufgaben kommen die lästigen und unangenehmen ganz nach oben und dann kann ich nach der Erledigung mit Lust die übrigen Verpflichtungen angehen.</p>
<p>Ob das vollständig mit dem Sinn des Ihnen zugeschriebenen Leitspruches deckungsgleich ist, vermag ich nicht zu sagen, aber ich denke, es geht in die gleiche Richtung.</p>
<p>Gerne hätte ich mich darüber mit Ihnen ausgetauscht, aber das geht leider im Hier und Jetzt nicht. Vielleicht an anderer Stelle. In diesem Sinne, danke für Ihr Wirken und Gestalten.</p>
<p>Mit herzlichen Grüßen Leo</p>
</div>




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	<p>Danke schön, lieber Leo E. Kröll, für den schönen Text und für Ihre Erlaubnis zum Abdruck mit Namensnennung. Vielleicht ermutigt Ihr Werk andere „Alphas“ zu einem Versuch mit einer der vorgestellten kreativen Methoden und lockt sie: in den Chor, auf´s Parkett, zum Schreibgerät.</p>
<p>Möglicherweise gibt es weitere kreative Methoden mit positiven Effekten auf das körperliche und psychische Wohlbefinden. Eine aktuelle Studie zum Mundharmonika- Spiel bei COPD-Patienten präsentiert verheißungsvolle Ergebnisse [8]. Der Phantasie für die Erprobung kombinierter kreativer Ansätze sind zudem keine Grenzen gesetzt.</p>
<p><strong>Denn das Fazit für die Praxis lautet: Atemphysiotherapie, körperliches Training und psychosoziale Interventionen wirken umso besser, je mehr sie nebenbei und mit Spaß an der Freud geschehen! </strong></p>
<p>In diesem Sinne Offenheit und Bereitschaft für ein entschiedenes und nachhaltiges Engagement wünscht Monika Tempel</p>
<h2><span style="color: #004267;">Literaturverzeichnis:</span></h2>
<p><em>[1] https://www.leitlinien.de/themen/copd/2-auflage </em></p>
<p><em>[2] Fang, X., Qiao, Z., Yu, X., Tian, R., Liu, K., &amp; Han, W. (2022). Effect of Singing on Symptoms in Stable COPD: A Systematic Review and Meta-Analysis. International Journal of Chronic Obstructive Pulmonary Disease, 2893-2904. </em></p>
<p><em>[3] Kaasgaard, M., Rasmussen, D. B., Løkke, A., Vuust, P., Hilberg, O., &amp; Bodtger, U. (2022). Physiological changes related to 10 weeks of singing for lung health in patients with COPD. BMJ Open Respiratory Research, 9(1), e001206. </em></p>
<p><em>[4] Kaya, M., Gurses, H. N., Ucgun, H., &amp; Okyaltirik, F. (2023). Effects of creative dance on functional capacity, pulmonary function, balance, and cognition in COPD patients: A randomized controlled trial. Heart &amp; Lung, 58, 13-20. </em></p>
<p><em>[5] Wshah, A., Butler, S., Patterson, K., Goldstein, R., &amp; Brooks, D. (2019). “Let‘s Boogie”: Feasibility of a dance intervention in patients with chronic obstructive pulmonary disease. Journal of cardiopulmonary rehabilitation and prevention, 39(5), E14-E19. </em></p>
<p><em>[6] Smyth, J. M., Stone, A. A., Hurewitz, A., &amp; Kaell, A. (1999). Effects of writing about stressful experiences on symptom reduction in patients with asthma or rheumatoid arthritis: A randomized trial. Jama, 281(14), 1304-1309. </em></p>
<p><em>[7] Penny, E., &amp; Malpass, A. (2021). Dear Breath: using story structure to understand the value of letter writing for those living with breathlessness– a qualitative study. Arts &amp; Health, 13(1), 20-34. </em></p>
<p><em>[8] Lewis, A., Conway, J., Middleton, J., Startup, C. K., &amp; Wyatt, J. (2022). Playing the harmonica with chronic obstructive pulmonary disease. A qualitative study. Chronic Respiratory Disease, 19, 14799731221083315.</em></p>
</div>




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		<title>Dr. Alexander Rupp: Alpha1 &#038; Lunge – mehr als COPD und Emphysem</title>
		<link>https://alpha1-deutschland.org/dr-alexander-rupp-alpha1-lunge-mehr-als-copd-und-emphysem</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Alpha1 Deutschland e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 07:18:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpha1 & die Lunge]]></category>
		<category><![CDATA[Alpha1-Journal]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[
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</div>
<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
	<p style="font-weight: 400;"><strong>Zusammenfassung: Gabi Niethammer, so erschienen im <a href="https://alpha1-deutschland.org/alpha1-journal">Alpha1-Journal 1/2023</a>.</strong></p>
</div>



<div class="divider-wrap" data-alignment="default"><div style="margin-top: 25px; height: 5px; margin-bottom: 25px;" data-width="100%" data-animate="" data-animation-delay="" data-color="default" class="divider-border"></div></div>
<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
	<h2><span style="color: #004267;">Das Seltene suchen und finden </span></h2>
<p>Ärzte verbinden mit dem Alpha1-Antitrypsin-Mangel häufig nur die Erkrankungen COPD und Lungenemphysem, dabei ist Alpha-1 deutlich mehr! Umso wichtiger ist es, vor allem die Fachwelt durch Symposien, Kongresse und Veröffentlichungen besser über die Besonderheiten des AATMs aufzuklären.</p>
<h2><span style="color: #004267;">Differenzierung der verschiedenen Alpha-1-Typen </span></h2>
<ul>
<li>Gesunde Genträger, die zwar ein erhöhtes Risiko haben, zu erkranken, die jedoch zeitlebens keine Symptome entwickeln, unabhängig davon, ob sie heterooder homozygot betroffen sind</li>
<li>Säuglinge mit frühkindlicher Cholestase, die also durch verlängerte Gelbsucht und/oder schlechte Leberwerte auffallen</li>
<li>Menschen über 50 mit Leberfibrose- oder zirrhose, bei denen dadurch ein erhöhtes Leberkarzinom-Risiko vorliegt</li>
<li>Junge Patienten mit Asthma, das unbehandelt ggf. 30 Jahre später eine fixierte Obstruktion, ähnlich der COPD, auslösen kann</li>
<li>Reine Emphysematiker, die durchrutschen können, wenn der Gasaustausch (Diffusionskapazität) nicht gemessen wird</li>
<li>Patienten mit Bronchiektasen, selten auch mit Vasculitis oder Pannikulitis</li>
</ul>
<p>Insgesamt wissen wir viel zu wenig über die mehr als 150 Genvarianten des Alpha-1-Antitrypsin-Mangels und wollen doch alle Facetten bei der Behandlung beachten, deshalb sind Daten aus Registerstudien wichtig, um auch seltene Ausprägungen von Symptomen/Veränderungen zu erfassen.</p>
<h2><span style="color: #004267;">Berechnung von Betroffenen-Zahlen </span></h2>
<p>Historisch gesehen entstand der AATM vermutlich vor ca. 2.000 Jahren bei den Wikingern. Es ist heute nicht eindeutig geklärt, wie viele Betroffene es überhaupt gibt, denn verschiedene Studien kommen zu verschiedenen Zahlenwerten, abhängig von den zugrundeliegenden Definitionen.</p>
<p>Der Referent hat anhand der unterschiedlichen Definitionen für den Raum Stuttgart und hochgerechnet auf Deutschland die möglichen Betroffenenzahlen im April 2023 berechnet: Die Pneumologische Praxis im Zentrum (PiZ) ist deutschlandweit nach Marburg das zweitgrößte Alpha-1-Center. 50 % der Alpha-1-Patienten sind unter 50 Jahre alt und 60 % sind weiblich. Mehr als 50 % haben die Diagnose Asthma oder einen Asthma-Anteil mit COPD, nur 15 % haben die klassische Diagnose COPD oder Lungenemphysem.</p>
</div>




			</div> 
		</div>
	</div> 
</div></div>
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	<p>Die Daten von April 2023 ergaben, dass in Stuttgart von vermutlich fast 12.000 PI*MZ nur 131 diagnostiziert sind und sich von 125 errechneten PI*ZZ nur 43 in Behandlung befinden. Es gibt also ganz deutliche Abweichungen zwischen den mutmaßlichen Betroffenenzahlen und den tatsächlich erfassten Patienten und es ist über die geschätzten Prävalenzen eine noch höhere Dunkelziffer anzunehmen.</p>
<p>Das Ziel muss sein, dass heterozygot oder homozygot Betroffene nicht erst im Alter von 55 Jahren, nach 40 Raucherjahren und mit einer katastrophalen FEV1 und einem deutlich eingeschränkten Gasaustausch entdeckt werden. Um das Ziel zu erreichen, sollte Alpha-1 möglichst früh entdeckt und dann gemonitort und ggf. therapiert werden.</p>
<h2><span style="color: #004267;">Erkrankungsmuster und Interventionsmöglichkeiten im zeitlichen Verlauf </span></h2>
<p><strong>Frühkindesalter</strong></p>
<ul>
<li>Erhöhtes Leberrisiko</li>
</ul>
<p><strong>Kinder und Jugendliche</strong></p>
<ul>
<li>Allergie / Asthma mit spezifischer Immuntherapie</li>
<li>Beratung zur Berufswahl</li>
<li>Beratung zu den besonderen Gefahren des inhalativen Rauchens</li>
<li>Beratung zu Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und Gewicht</li>
</ul>
<p><strong>Erwachsene, hinzu kommen</strong></p>
<ul>
<li>COPD / Emphysem</li>
<li>Leberfibrose, -zirrhose</li>
<li>Beratung zu Sauerstoff- und Substitutionstherapie</li>
</ul>
<p><strong>Ältere Menschen, hinzu kommen</strong></p>
<ul>
<li>Atemtherapie</li>
<li>Reha</li>
<li>COPD-Behandlung</li>
</ul>
<p><strong>Prävalenz für Vorkommen von PI*ZZ (Greulich et al 2017)</strong></p>
<ul>
<li>10/100.000 bei 0 – 29-Jährigen</li>
<li>16/100.000 bei 30 – 44-Jährigen</li>
<li>28/100.000 bei 45 – 59-Jährigen</li>
<li>39/100.000 bei 60 – 74-Jährigen</li>
</ul>
<p>Ein frühzeitiges Monitoring (Überwachung) und eine gute Aufklärung hinsichtlich der Symptome, der Risiken, möglicher Therapien und der Berufswahl können zu Vermeidung von Schäden führen und eine fixierte Obstruktion bei Asthma, eine COPD und den Verlust von Gasaustauschfläche beim Lungenemphysem verhindern.</p>
<p>Ein frühzeitiges Monitoring kann andererseits aber auch zu Ängsten und Depressionen führen, Einfluss auf die Familienplanung und -struktur haben, Stigmatisierung und Diskriminierung auslösen und Unsicherheiten hinsichtlich verschiedenster Versicherungen hervorrufen.</p>
<h2><span style="color: #004267;">Diagnostik von Alpha-1 </span></h2>
<p>Die Serumspiegelmessung als erster Schritt kostet gerade einmal 10,70 €. Bei auffälligen Laborspiegeln oder bei v.a. Alpha-1-Mangel erfolgt dann die Genotypisierung.</p>
<p>Unterschieden werden muss zwischen der diagnostischen und der prädiktiven genetischen Untersuchung. Hat jemand bereits eine Leber- oder Atemwegserkrankung, Bronchiektasen, Vaskulitis oder Pannikulitis, dann darf jeder Arzt die genetische Untersuchung auf Alpha-1 machen, da sie diagnostisch begründet ist. Nach Ergebniseingang soll dem Patienten dann auch die Möglichkeit zu einer genetischen Nachberatung angeboten werden.</p>
<p>Kommen hingegen gesunde Angehörige und möchten eine Untersuchung auf Alpha-1 machen lassen, darf die genetische Untersuchung nur nach einer fachgenetischen Beratung durchgeführt werden, da es um die Abklärung zukünftig auftretender Erkrankungen geht und somit eine prädiktive Untersuchung darstellt. Es ist strafrechtlich relevant, wenn der Arzt ohne diese Beratung die Untersuchung veranlasst.</p>
<p>Die bekannten, veröffentlichten Laborspiegel der Genotypen decken sich nach den Erfahrungen des Referenten nicht immer mit denen, die er in seiner Praxis tatsächlich misst.</p>
<p>Vor allem bei den Genotypen PI*MZ und PI*SZ ist die Diskrepanz hoch und hat zur Folge, dass gerade bei jungen Menschen der Alpha-1-Spiegel im Normbereich liegen kann und trotzdem ein heterozygoter Mangel vorliegt! Dies berücksichtigen viele Ärzte mangels Erfahrung mit Alpha-1 nicht, sodass es zu Fehleinschätzungen unter Unterdiagnostik kommen kann.</p>
<h2><span style="color: #004267;">Diagnosepfad </span></h2>
<p>Die Anamnese auf Asthma und COPD gestaltet sich unterschiedlich. Während beim Asthmatiker häufig schon Symptome im Kindes- oder Jugendalter auftraten, der Patient kaum oder nicht geraucht hat, beim Sport Beschwerden hatte und morgens Naseschnäuzen muss, stehen bei der COPD eher fortschreitende Symptome im Vordergrund, der Betroffene hat vermutlich mehr als 20 Jahre geraucht, hatte eine chronische Bronchitis, keine Allergien, dafür ggf. Komorbiditäten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs. Der Lungenfunktionstest zeigt hier einen deutlichen Leistungsabfall.</p>
</div>




			</div> 
		</div>
	</div> 
</div></div>
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	<h2><span style="color: #004267;">Rauchstopp first!</span></h2>
<p>Alpha-1 und Rauchen = No-Go! Die ideale Tabakentwöhnung ist ein Stufenplan mit motivierender Ansprache, evidenzbasierten Apps, Medikamenten und längerfristig begleiteter Unterstützung in Einzel- oder Gruppenschulungen.</p>
<h2><span style="color: #004267;">Behandlung von Asthma (chronische Atemwegs- Inflammation)</span></h2>
<p>Es gibt eine 5-Stufentherapie mit kombinierten Medikamenten, bei denen Cortison an erster Stelle steht.</p>
</div>




			</div> 
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	</div> 
</div></div>
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	<h2><span style="color: #004267;">Behandlung von COPD </span></h2>
<p>Sehr früh wird doppelt öffnend therapiert. Nur, wenn der Patient ständig exazerbiert, kommt die Triple-Therapie, das inhalative Steroid, dazu. Es ist ein Gewinn, dass es den langwirksamen Bronchialöffner mit inhalativem Steroid so nicht mehr für die COPD gibt, sondern Steroid nur noch gegeben wird, wenn der Patient häufige Exazerbationen hat oder z. B. die eosinophilen Granulozyten im Blut über 300 liegen. Die COPD ist eine Systemerkrankung und so muss bei der Therapie auf weitere Erkrankungen wie Osteoporose, Skelettmuskelabbau, Reflux, Gewichtsverlust oder psychische Erkrankungen geachtet und diese mitbehandelt werden.</p>
</div>




			</div> 
		</div>
	</div> 
</div></div>
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	<div  class="vc_col-sm-12 wpb_column column_container vc_column_container col no-extra-padding inherit_tablet inherit_phone "  data-padding-pos="all" data-has-bg-color="false" data-bg-color="" data-bg-opacity="1" data-animation="" data-delay="0" >
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	<h2>Fazit</h2>
<p>Die umfassende Behandlung von Alpha-1-Patienten sieht folgende Schritte vor:</p>
<ul>
<li>Risiko früh erkennen und dadurch einer Erkrankung vorbeugen</li>
<li>Lungenfunktion und Diffusion, wenigstens 1 x im Leben auch für jeden PI*MZ,</li>
<li>ggf. Allergietest, besser sind auch hier regelmäßige Kontrollen</li>
<li>Genotypisierung diagnostisch/prädiktiv (aufpassen bei Versicherungen)</li>
<li>Berufsberatung</li>
<li>Familienberatung, Beratung Familienplanung</li>
<li>Modifikation Risikoverhalten (Rauchen = Rauchstopp, Alkohol)</li>
<li>Regelmäßig Monitoring Lunge und Leber</li>
<li>Inhalative Asthma-Therapie</li>
<li>Therapie Allergie (spezifische Immuntherapie)</li>
<li>Inhalative COPD-Therapie</li>
<li>Augmentationstherapie (Substitution)</li>
<li>Gesunde, ausgewogene Ernährung zum Erhalt einer gesunden Leber</li>
<li>Gewichtsregulierung</li>
<li>Ausreichend Bewegung und Sport</li>
<li>Impfungen (Pneumokokken, Influenza, Pertussis, Corona, Zoster)</li>
<li>Atemtherapie, Lungensport, Reha</li>
<li>Sauerstofflangzeittherapie (LTOT)</li>
<li>Lungenvolumenreduktion</li>
<li>Lungentransplantation</li>
</ul>
</div>




			</div> 
		</div>
	</div> 
</div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Interessante Fakten zu unserem Atmungsorgan</title>
		<link>https://alpha1-deutschland.org/fakten-atmungsorgan</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Alpha1 Deutschland e.V.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2022 14:27:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alpha1 & die Lunge]]></category>
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	<p style="font-weight: 400;"><strong>Linda Tietz, Alpha1 Deutschland e.V., so erschienen im <a href="https://alpha1-deutschland.org/alpha1-journal">Alpha1-Journal 2/2022</a>.</strong></p>
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	<p><strong>„Ohne darüber nachzudenken, atmet ein gesunder Mensch 12- bis 18-mal pro Minute ein und aus. “</strong></p>
<p>„Eine menschliche Lunge besteht aus zwei Lungenflügeln. Doch wussten Sie, dass der rechte Flügel etwas größer ist als der linke? Das liegt daran, dass der linke Lungenflügel etwas mehr Platz für das Herz im Brustkorb lassen muss und daher kleiner konstruiert ist. So besteht die rechte Lunge auch aus drei Lungenlappen und die linke Lungenseite nur aus zwei. Ohne darüber nachzudenken, atmet ein gesunder Mensch 12- bis 18-mal pro Minute ein und aus. Dabei nimmt er ungefähr einen halben Liter Luft auf. Das sind unbeschreibliche 10.000 bis 20.000 Liter Luft am Tag bzw. ungefähr 20.000 Atembewegungen täglich. Ein Fünftel der Atemluft ist Sauerstoff. Bis zu unserem 21. Lebensjahr atmen unsere Lungen hochgerechnet so viel Luft ein, um damit problemlos 3,5 Millionen Luftballons zu füllen. Die Lunge eines Erwachsenen hat einen Durchmesser von etwa 15 cm und eine Länge von etwa 26 cm. Als drittschwerstes Organ nach der Haut (ca. 14 kg) und der Leber (ca. 1,4 kg) wiegt sie ungefähr 1,3 Kilogramm. Durch die Bronchien, diesem wahnsinnig stark verzweigten Röhrensystem, wird die eingeatmete Luft in die Lungenflügel geleitet. Hier befinden sich 300.000 Millionen Lungenbläschen, die sogenannten Alveolen, die wichtig sind, denn nur durch sie findet der Gasaustausch von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid statt. Jedes Lungenbläschen misst lediglich 0,2 cm und trotzdem ergibt sich durch ihre hohe Anzahl von 300.000 Stück eine Bläschen-Fläche von ca. 80 Quadratmetern – das entspricht in etwa der Größe einer Drei-Raum- Wohnung in Deutschland. Damit unser Körper den maximalen Nutzen aus dem eingeatmeten Sauerstoff ziehen kann, geben die Lungenbläschen den Sauerstoff an mikroskopisch kleine Blutgefäße, die sogenannten Kapillaren, ab. Im Gegenzug dazu geben die Kapillaren Kohlenstoffdioxid an die Lungenbläschen zurück, den wir dann wiederum ausatmen. Alle Kapillaren einer einzigen menschlichen Lunge aneinandergereiht, würden etwa 1.600 Kilometer lang sein. Das ist ungefähr die Strecke von Berlin nach Barcelona. Passend zur Winterzeit hier noch die Information, dass die Niesgeschwindigkeit der Luft durch die Nase 165 h/km beträgt und wir 10.000 Bakterien und 100.000 Viren in der Erkältungssaison durchschnittlich in nur einer Stunde einatmen. Da bekommt die Maske doch gleich wieder eine ganz andere Bedeutung.</p>
<p>Linda Tietz</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen:</p>
<p>mehr-luft.at/aktuell/wunderwerk-lunge-fakten-zum-atmungsorgan<br />
www.apotheken-umschau.de/mein-koerper/lunge-und-atemwege/<br />
www.focus.de/gesundheit/ratgeber/zehn-fakten-zur-lunge-forschung_id_2787916.html</p>
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