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Rehabilitation und mentales Training bei Alpha-1 Mangel

Rehabilitation und mentales Training sind zentrale Bestandteile eines ganzheitlichen Ansatzes zur Wiederherstellung körperlicher und psychischer Leistungsfähigkeit.

Zu Atemtherapie & Lungensport geht es hier.

Gut vorbereitet zur medizinischen Rehabilitation

Medizinische Rehabilitation kann für Menschen mit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel ein wichtiger Baustein sein, um die eigene Gesundheit zu stabilisieren und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig ist der Weg zur Reha für viele Betroffene mit Unsicherheiten verbunden: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Wie läuft die Antragstellung ab? Und was passiert, wenn ein Antrag abgelehnt wird?

Genau hier setzt die nachfolgende Broschüre an. Sie greift die häufigsten Fragen rund um das Thema Reha auf und bietet verständliche, praxisnahe Antworten. Ziel ist es, Betroffene dabei zu unterstützen, sich gut informiert und selbstbewusst im Reha-Prozess zu bewegen – von der Antragstellung bis zur Durchsetzung der eigenen Rechte.

Informationsmaterialien zur medizinischen Rehabilitation

Erklärvideo des Helmholtz Zentrums München: Pneumologische Reha bei Lungenkrankheiten

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Gedächtnistraining

Der Bundesverband Gedächtnistraining e.V., BVGT, hat aktuell ca. 4.000 Mitglieder. Ursprünglich war das Gedächtnistraining auf Senioren bezogen. Inzwischen ist es aber ein beliebtes Thema, für das sich viele Menschen interessieren, auch Firmen und Organisationen.

Beim Infotag 2017 in Göttingen behandelt Frau Margaretha Hunfeld, Ausbildungsreferentin BVGT, das Thema Gedächtnistraining.

Zu Beginn forderte die Referentin die Zuhörer auf, an einer kleinen Merkübung mit Zahlen teilzunehmen. Es ging um eine Geschichte mit Einbein, Zweibein und Dreibein, die in unterschiedlicher Reihenfolge mehrmals genannt wurden. Wer auf die Idee kam, mit Zweibein einen Menschen, mit Dreibein einen Hocker und mit Einbein eine Hähnchenkeule zu assoziieren, hatte keine Mühe, vor seinem geistigen Auge eine Geschichte ablaufen zu lassen und die Reihenfolge der Begriffe nacheinander richtig wiederzugeben.

Gedächtnis und Alter

Im Laufe des Lebens und mit zunehmendem Alter verändert sich das Gedächtnis des Menschen. Die gute Nachricht: Ein bestimmter Teil der Gedächtnisleistung nimmt auch nach dem 60. Lebensjahr noch zu und bleibt auch im hohen Alter erhalten. Dabei handelt es sich um die »kristallisierte« Leistung, also das Erfahrungswissen des Menschen. Hier sind 60-Jährige gegenüber 20-Jährigen klar im Vorteil. Die schlechte Nachricht bezieht sich auf eine andere Hirnleistung, nämlich die »flüssige« Leistung. Bereits ab dem Alter von etwa 35-40 Jahren nimmt diese Leistungsfähigkeit ab. Dabei geht es um die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und um die Fähigkeit, Neues zu lernen und sich zu merken. Diese Gedächtnisleistung unterliegt also einem Veränderungsprozess im Alter.

Eine bewährte Methode, um sich eine Abfolge von Dingen zu merken, ist die geistige Verankerung der einzelnen Inhalte an bestimmten Stellen in einem Raum, die Loci-Technik. Ein Beispiel: man möchte sich merken, dass man noch drei Mails beantworten muss. Als Ort wählt man die Eingangstür des Raumes. Als inneres Bild sieht man, wie sich die Tür öffnet, das Outlook-System des Computers sichtbar wird und einem zuruft: „Du musst noch drei Mails beantworten!“ Oder man möchte nicht vergessen, einen Arzttermin zu vereinbaren. An der leeren Wand des Raumes sieht man ein Video vor sich, das den Arzt im weißen Kittel mit Stethoskop zeigt, der einem zuwinkt und sagt: „Machen Sie noch einen Termin mit mir aus!“ Wenn man für jede Aufgabe, die zu erledigen ist, einen kleinen Fantasie-Film oder ein Bild produziert und dieses an einer bestimmten Stelle im Raum verankert, kann man sich – wie im Beispiel – zehn Aufgaben mühelos merken.

Die Kunst bei dieser Technik ist, die passenden Bilder und Geschichten zu entwickeln. Das kann man trainieren. Generell sollte man beim inneren Gang durch den Raum immer bei der Eingangstür starten. Auch Zahlen kann man in Bilder verwandeln.

Wer sich beispielsweise die PIN-Nummer 1385 merken muss, kann die einzelnen Ziffern in Bilder übersetzen. Beispielsweise 1 = Kerze, 3 = dreibeiniger Hocker, 8 = Brezel und 5 = Hand. Daraus macht man dann eine kleine Geschichte: Die Kerze steht auf einem Hocker, auf dem eine Brezel liegt. Ich nehme die Brezel in die Hand, beiße hinein und klatsche in die Hände, weil sie so lecker ist.

Denken und Bewegen miteinander zu verbinden, ist ebenfalls eine sinnvolle Möglichkeit, das Gedächtnis zu trainieren. Die vier Wörter »ich bin top fit« verbindet man mit der Berührung von Knie, Hüfte und Schulter bzw. damit, den Arm hochzuheben. Der Satz »top fit bin ich!« wird ausgedrückt durch Schulterklopfen, Arm hochheben, erst Hüfte und anschließend Knie berühren.

Die Hände koordiniert zu bewegen, macht auch das Gehirn fit, denn „Fingergymnastik ist Kopfgymnastik“. Wer seine Finger tippt, ähnlich wie auf der Tastatur oder auf dem Klavier, und dabei beispielsweise die Finger beider Hände asynchron bewegt oder in einer bestimmten ausgedachten Reihenfolge, fördert seine Wachheit.

Eine andere Übung für die Teilnehmer bestand darin, die Begriffe rot, gelb, grün und blau laut vorzulesen. Allerdings war die Farbe der geschriebenen Wörter nicht identisch mit dem Begriff. Das Wort »ROT« konnte also in gelber oder blauer Farbe geschrieben sein, und die Aufgabe war, »gelb« oder »blau« auszusprechen.

Diese Übung, bei der man das gelesene Wort zugunsten der erkannten Farbe unterdrücken muss, ist auf die Dauer ziemlich anstrengend – automatisch legt man zwischendurch eine kleine Pause ein und entspannt durch ein kurzes Lachen oder Luft holen.

Ohnehin gehören Konzentration und Entspannung zusammen. Wer das Gefühl hat, sich nicht gut konzentrieren zu können, sollte sich entspannen. Danach geht es mit der Konzentration wieder besser.

Nachdem man etwas Neues gelernt hat, geht etwa die Hälfte des Lernstoffs in den ersten vier bis sechs Stunden wieder verloren. Nach 24 Stunden hat man in der Regel etwa ein Viertel des Gelernten noch behalten (nach Ebbinghaus). Das ist also vollkommen normal und auch gesund. Für dauerhaftes Behalten braucht unser Gedächtnis die (mehrmalige) Wiederholung. Im Alltag helfen Checklisten dabei, sich über erfolgreich Erledigtes zu freuen und sich zu entlasten. Aktives Vergessen ist dagegen schwierig, d. h. man kann sich nicht vornehmen oder befehlen, etwas Gelerntes wieder zu vergessen.

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