Eine bewährte Methode, um sich eine Abfolge von Dingen zu merken, ist die geistige Verankerung der einzelnen Inhalte an bestimmten Stellen in einem Raum, die Loci-Technik. Ein Beispiel: man möchte sich merken, dass man noch drei Mails beantworten muss. Als Ort wählt man die Eingangstür des Raumes. Als inneres Bild sieht man, wie sich die Tür öffnet, das Outlook-System des Computers sichtbar wird und einem zuruft: „Du musst noch drei Mails beantworten!“ Oder man möchte nicht vergessen, einen Arzttermin zu vereinbaren. An der leeren Wand des Raumes sieht man ein Video vor sich, das den Arzt im weißen Kittel mit Stethoskop zeigt, der einem zuwinkt und sagt: „Machen Sie noch einen Termin mit mir aus!“ Wenn man für jede Aufgabe, die zu erledigen ist, einen kleinen Fantasie-Film oder ein Bild produziert und dieses an einer bestimmten Stelle im Raum verankert, kann man sich – wie im Beispiel – zehn Aufgaben mühelos merken.
Die Kunst bei dieser Technik ist, die passenden Bilder und Geschichten zu entwickeln. Das kann man trainieren. Generell sollte man beim inneren Gang durch den Raum immer bei der Eingangstür starten. Auch Zahlen kann man in Bilder verwandeln.