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Wolfgang Schneider, so erschienen im Alpha1-Journal 1/2026.
Mein Tag vor der Kamera Als ich gefragt wurde, ob ich bei einem Videodreh über mein Leben mit Alpha 1-Antitrypsin-Mangel mitmachen wolle, musste ich nicht lange überlegen und war sofort dabei. Für mich war klar: Wenn meine Geschichte anderen helfen kann – egal ob Betroffenen oder Menschen, die über eine Plasmaspende nachdenken –, dann möchte ich sie erzählen.
Schon bei meiner Ankunft habe ich gemerkt, dass dieser Tag etwas Besonderes werden würde. Das Team war warmherzig, offen und aufmerksam. Ich fühlte mich sofort gut aufgehoben – nicht wie jemand, der vor einer Kamera „funktionieren“ muss, sondern wie ein Mensch, dessen Geschichte wirklich zählt.
Während der Dreharbeiten wurde viel gelacht und es gab auch nachdenkliche Momente. Besonders, als ich über die Zeit vor meiner Diagnose sprach: diese Unsicherheit, das Nachlassen der Kräfte, die vielen Fragen ohne Antworten.
”"Und dann kam vor ca. 20 Jahren die Diagnose – ein Einschnitt, der mich daran erinnerte, woran mein Bruder vor über 30 Jahren gestorben war. Jetzt war ich mit einem ähnlichen Krankheitsbild konfrontiert. Da wurde mir vieles klar. Auch dass ich mein Leben darauf einstellen konnte. Die Diagnose hat so manches verändert, aber sie hat mir auch die Erkenntnis gegeben, dass ich was tun konnte. Es ging dann einige Jahre ganz gut, wurde aber doch langsam schlechter. Hinzu kam dann noch das Asthma, was mir in der Konstellation echte Probleme bereitete. Erst 2024 begann ich mit der Substitution. „Dafür bin ich dankbar, dass es eine Therapie gibt, die es mir ermöglicht, weiterhin und möglichst lange für die Menschen da zu sein, die ich liebe."
Ich hoffe, dass die Zuschauer im Video nicht nur meine Worte hören, sondern auch die Dankbarkeit dahinter. Ohne Menschen, die regelmäßig Plasma spenden, wäre meine Therapie nicht möglich. Ohne sie hätte mein Leben heute wahrscheinlich viel engere Grenzen. Diese Dankbarkeit ist schwer in Worte zu fassen – aber sie begleitet mich jeden Tag.
Der Videodreh war für mich mehr als ein Projekt. Er hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, seine Geschichte zu erzählen – und wie viel Kraft darin steckt. Wenn auch nur ein Mensch durch dieses Video motiviert wird, Plasma zu spenden, dann hat sich jeder Moment gelohnt. Ich bin dankbar für diesen Tag: für das Vertrauen, die Offenheit, die ehrlichen Gespräche.
Ich hoffe, dass jeder, der meine Geschichte sieht, versteht:
”Hinter jeder Plasmaspende steht ein Leben, das dadurch weitergehen kann – meines eingeschlossen.
Der Videodreh entstand in Kooperation mit den Blut- und Plasmaspendediensten von Haema und Plasmavita.