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Marion Wilkens, so erschienen im Alpha1-Journal 2/2025.

Unser diesjähriges Gruppenleitertreffen war mehr als ein festgelegter Termin im Kalender. Es war ein intensives, lebendiges Wochenende voller Austausch, Reflexion und gemeinsamer Perspektiven. Die Agenda gab dem Treffen eine klare Struktur – das Miteinander füllte sie mit Leben

Freitag: Ankommen, austauschen, vernetzen

Der Startschuss fiel am Freitagnachmittag in der Lobby des Tagungshotels. Beim gemeinsamen Ankommen und einer herzlichen Begrüßung war schnell spürbar: Hier treffen Menschen aufeinander, die ein gemeinsames Anliegen verbindet. Die Atmosphäre war offen und erwartungsvoll – ein gelungener Einstieg ins Wochenende.

In der anschließenden Vorstellungsrunde stand die Selbsthilfegruppenarbeit im Mittelpunkt. Offen wurde geteilt, was im vergangenen Jahr gut lief und was herausfordernd war. Ebenso wichtig war die Frage: Was erwarte ich mir von diesem Wochenende?

Diese ehrlichen Einblicke schufen Nähe, Verständnis und eine vertrauensvolle Basis für die kommenden Tage. Neu diesmal waren diverse Übungen aus dem Lungensport, mit und ohne Ball, bei gutem Wetter und aktiver Beteiligung draußen im Rebstockpark in Frankfurt.

Beim gemeinsamen Abendessen wurde weitergeredet, gelacht und zugehört. Neue Kontakte entstanden, bekannte wurden vertieft – Networking ganz ohne Zwang, sondern aus echtem Interesse am Gegenüber.

Samstag: Lernen, reflektieren und gestalten

Der Samstag startete mit einem intensiven Vortrag und Workshop zum Thema Kommunikation in herausfordernden Situationen.

Referent Florian Czieschinski, M.A. Soziologie, verstand es, Theorie und Praxis anschaulich zu verbinden. Eigene Erfahrungen aus der Gruppenarbeit konnten eingebracht und reflektiert werden – ein wertvoller Impuls für den Alltag als Gruppenleitung.

In der anschließenden Nachlese wurden konkrete Gruppenbeispiele besprochen. Gemeinsam entwickelten wir Unterstützungsstrategien und hielten fest: Was nehmen wir für unsere eigene Arbeit mit? Der kollegiale Austausch machte deutlich, wie viel Kraft im gemeinsamen Nachdenken liegt.

Nach dem Mittagessen folgte der erste Teil von SHG aktiv mit den Themen:

  • Rare Diseases Run – ein Impulsvortrag von Katrin Fell
  • Wunsch nach einer SHG-Einheit bei der MV 2026
  • Vorstellung und Diskussion einer Mitmach-Umfrage
  • Ideensammlung anhand konkreter Beispiele
  • Themen rund um Webseite und Veranstaltungskalender
  • Die Bedeutung von Werbung für Selbsthilfegruppen

Hier wurde deutlich: Engagement lebt von Ideen – und von Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Die Kaffeepause war ein kurzer, aber wichtiger Moment zum Austausch und Innehalten, ehe dann der zweite Teil von SHG Aktiv folgte. Hier ging es tiefer in strukturelle Fragen, wie z. B.: • Entwicklung der regionalen Gruppen • Mitgliederentwicklung im Zusammenhang mit SHGs • Bedeutung von Gruppen für Regionen • Unterstützung eigenständiger SHGs durch den Verein Gemeinsam wurde analysiert, nach vorn gedacht und Perspektiven wurden entwickelt. Der Abend bot Raum für Gespräche, Erholung und gemeinsames Essen. Auch diese informellen Momente stärkten das Gemeinschaftsgefühl.

Sonntag: Auswertung und Ausblick

Am Sonntag blickten wir gemeinsam zurück und nach vorn, durch:

  • Auswertung der GL-Umfrage zur Aktivitätsbereitschaft
  • Planung weiterer Mitmachaktionen
  • Bericht zu „Neues zum Infotag (inkl. Teilnahmegebühr)“
  • Aktuelles aus dem Verein
  • Perspektiven bei AATM

Es folgte ein ausführliches gemeinsames Resümee des Wochenendes und zum Abschluss wurde noch einmal spürbar, wie viel Klarheit, Motivation und Zusammenhalt aus diesem Treffen mitgenommen werden konnte. Das Gruppenleitertreffen zeigte eindrucksvoll, wie wichtig persönlicher Austausch, gemeinsames Lernen und aktives Mitgestalten sind. Die Inhalte, Diskussionen und Begegnungen wirken weit über dieses Wochenende hinaus – hinein in die tägliche Arbeit mit unseren Patientinnen und Patienten und in die Zukunft unserer Selbsthilfegruppen.

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